Im Südwesten Norwegens befindet sich diese idyllische Stadt, die seit dem 18.Jahrhundert eine wirtschaftliche Blüte erlebte dank des Heringfischfanges, der Schifffahrten und der Konservenindustrie. Die Ölfunde in den 60-er Jahren verwandelte sie in eine moderne Großstadt in der heute 200.000 Menschen leben. Sie ist heute die viertgrößte Stadt Norwegens. Die romanisch-gotische Kathedrale im Zentrum der Stadt ist einen Besuch wert, sowie die drei Schwerter, die vom norwegischen Bildhauer Fritz Røed geschaffen wurden und Symbol der Vereinigung Norwegens sind. Im Stadtmuseum hat man die Möglichkeit die Geschichte Stavangers kennenzulernen und einen Einblick in die biologische Vielfalt der Region zu gewinnen. In Byrkjedalstunet lernt man Kerzen selbst zu gießen. Haushohe Steinblöcke gibt es in Gloppedalsura. Auf der Eisenzeitfarm in Ullandhaug ist eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit möglich und in den Ryfylke Bergen warten unzählige Wandermöglichkeiten auf sie. Mit dem Auto kann man längs der Landschaftsroute von Jaeren verborgene Schätze finden, wie den alten Friedhof von Varhaug und die kleine Kapelle in der Nähe. Vom weltbekannte Plateau Preikestolen haben sie einen atemberaubenden Blick auf das dunkle tiefe Wasser des Lysefyordes:

Historisches Zentrum von Stavanger

Das historische Zentrum von Stavanger besteht aus dem alten Stadtzentrum östlich des alten Hafens und dem Stadtviertel Gamle Stavanger (auf Deutsch Alt Stavanger) im Nordwesten der Stadt, das direkt gegenüber des Kreuzfahrtterminals liegt. Kennzeichen von Gamle Stavanger sind die kleinen weißen Holzhäuser mit ihren roten Dächern, die im 18. und 19. Jahrhundert errichtet wurden, und vor allem von Fischerfamilien bewohnt wurden. Der Stadtteil steht heute unter Denkmalschutz. Viele Kunstwerkstätte und Cafés befinden sich in diesem idyllisch blühenden Stadtviertel. Im Zentrum von Gamle Stavanger kann man seit 1982 das Norwegische Konservendosenmuseum besichtigen, in dem sich früher eine Konservenfabrik befand. Das Besondere des Museums ist die Sammlung von 35.000 verschiedenen Dosenetiketten.

Kathedrale von Stavanger

Mittelpunkt der Stadt ist der Dom, der das ältestes Kathedralgebäude Norwegens darstellt. Er befindet sich im Bypark, und wurde errichtet als die Stadt zum Bischofssitz ernannt wurde. Die Kirche wurde im anglo- normannischen Stil erbaut und nach einem Brand, der 1272 den romanischen Dom beschädigte, wurden der Chor, die Portale und die Vorhalle in gotischem Stil wiederaufgebaut. Zwei Türme mit spitzen Hauben sind ebenfalls Merkmale des gotischen Kunststils. Über dem Eingang befindet sich ein Glockenspiel, das seit dem Jahr 1925, in dem die Kirche wieder Bischofssitz wurde, dort hängt und heute aus 49 Glocken besteht. Die Innenausstattung des Doms entspricht dem romanischen Stil und ist daher sehr schlicht und einfach.  Romanische Säulen trennen das Mittelschiff von den niedrigeren Seitenschiffen. Unter der Vorhalle wurden Fundamente eines alten großen Turmes gefunden. Die Glasmalereien wurden erst während der letzten Restaurierung 1957 von Viktor Sparre hinzugefügt. 

Stadtmuseum von Stavanger

Das Stadtmuseum bietet ein facettenreiches Kulturprogramm. Hier werden sowohl Natur- als auch Kulturausstellungen organisiert und seit 2011 befindet sich das norwegische Kindermuseum hier. Im freien gibt es einen Spielpark mit historisch typischen Kinderspielen. Heute liegt der Fokus des Museums auf zwei Schwerpunkten: das Volksmuseum will die Geschichte der Stadt präsentieren und gleichzeitig den Besuchern die Möglichkeit geben die biologische Vielfalt der Region besser kennenzulernen. Besonders Ornithologen wird der Museumsbesuch gefallen: winzige Kolibris bis zu massiven Emus, Eisbären und Bisons sind hier ausgestopft ausgestellt.

Byrkjedalstunet

In einer Stunde mit dem Auto unterwegs erreicht man von Stavanger eine der meistbesuchten Touristenattraktionen von Rogaland: Byrkjedalstunet. Der Ort beherbergt im Durchschnitt 150.000 Besucher pro Jahr. Hier wurde ab 1920 der berühmte Byrkjedals-Käse hergestellt. Heute ist dieses Gebiet wegen des Hoteldorfes weltweit bekannt. Inmitten einer unberührten und bezaubernden Naturlandschaft begann man ab 1988 auf traditionelle Art und Weise Kerzen zu produzieren. Heute kann man auf den 1.100 m² des Geländes Kerzen in allen Formen und Farben kaufen, sowie norwegische Handarbeit und typische Kleidungsstücke der Region. Besucher können ihre eigenen Kerzen gießen. Ein Café und ein Restaurant bieten lokale Gerichte in einer gemütlichen familiären Atmosphäre. Fleischgerichte und frische Forellen sind die kulinarischen Highlights. Es ist der perfekte Ausgangspunkt für wunderschöne Bergwanderungen.

Gloppedalsura

3 km von Byrkjedalstunet entfernt befindet sich das größte Blocksteinmeer Nord-Europas, Gloppedalsura. Vor über 10.000 Jahren befand sich hier ein Gletscher deren Spuren heute als gigantische Gesteinsbrocken hinterblieben sind.  Eine große Endmoräne staute den Fluss Hunnedalselva in Richtung Veen und Vikeså auf, dies führte zur Bildung eines Sees in Byrkjedal. Frost- und Tauprozesse sprengten große Gesteinsmengen von der südlichen Felswand des Sees oberhalb von Byrkjedal ab. Das führte dazu, dass sich eine hundert Meter breite Schicht von haushohen Steinblöcken und Geröll auf der Endmoräne bildete. Der Fluss Hunnedalselva und das Wasser in Byrkjedal bildeten demzufolge eine Schlucht von Byrkjedal nach Gilja und Giljajuvet. Eine einzigartige Naturlandschaft!

Ullandhaug

Im Südwesten von Stavanger befindet sich das Stadtviertel von Ullandhaug.  Auf der Eisenzeitfarm in Ullandhaug erleben sie den Alltag der Menschen, die vor 1.500 Jahren hier lebten. Aus den Resten und Ruinen einer Farm aus der Zeit der Völkerwanderung zwischen 350 und 550 n. Chr. wurde hier dieses Landhaus aufgebaut. In den drei Steinhäusern befinden sich typische Haushaltsgegenstände jener Zeit. Umstritten ist die Bedeutung des Namens Ullandhaug. Das Wort könnte aus der Kombination von „útland“ (Stadtrand) und „haug“ (Hügel) abgeleitet worden sein oder auf die Verbindung zum Namen des nordischen Gottes „Ullr“ ( Hügel in der Nähe des Gottes) hinweisen. Von hier hat man einen 360-Grad Blick auf die Fjorde Nord-Jæren and Hafrs. In diesem Stadtviertel befindet sich seit 2005 die Universität von Stavanger die von 11.000 Studenten besucht wird.

Ryfylke Berge

Die Berge von Ryfylke im nordöstlichen Teil der Provinz Rogaland in Norwegen erstrecken sich nördlich von Stavanger bis zum Süden von Haugesund. In Norwegen gibt es 18 „Grünen Straßen“, die 183km lange Norwegische Landschaftsroute Ryfylke ist eine davon. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und führt an grünen Inseln vorbei, hügeligen Felsbrocken, steilen Felswänden und tiefen Fjorden. Es gibt viele Naturattraktionen in diesem Gebiet: steile Treppen führen zum Wasserfall von Svandalsfossen, man kann an Lachssafari und Rafting- oder Kajaktouren teilnehmen oder auf den zwei Rädern die Umgebung erkunden. Besteigen sie in Flørli die längste Holztreppe der Welt, oder wandern sie zum Ritlandskrater, der angeblich durch einen Meteoriteneinschlag auf der Erde vor 500-600 Millionen Jahren entstanden ist und 350m tief ist. 

Schwerter im Felsen

Dieses nationalistische Denkmal gilt als Symbol der Vereinigung Norwegens. Die drei 10m hohen Schwerter befindet sich an der Ostseite der Bucht Møllebukta des Hafrsfjords, an der 872 die Schlacht stattfand, die von Harald Schönhaar gewonnen wurde und der in Folge des Sieges zum König Norwegens gekrönt wurde. Das Denkmal besteht aus drei großen Schwertern, die im Felsen stecken. Sie symbolisieren die drei Hauptregionen Norwegens. Es erinnert aber auch an die Tradition der Wikinger, die in Friedenszeiten ihre Schwerter in den Boden steckten. Deshalb wird die Inszenierung auch als Friedensmahnmal gedeutet. Das Kunstwerk wurde vom norwegischen Bildhauer Fritz Røed geschaffen und im Jahr 1983 von König Olav eingeweiht.

Küste von Jæren

Die Landschaftsroute von Jæren gilt als die gefährlichste Norwegens. Entlang der Küste gibt es ganz viele Leuchttürme, die Boote bei schlechter Witterung sicher an der Jærenküste vorbeiführen. Der letzte Leuchtturm der 1912 erbaut wurde befindet sich in Kvassheim und ist eine der Sehenswürdigkeiten auf dieser norwegischen Landschaftsroute. Der alte Friedhof von Varhaug ist mit seinen grauen Grabsteinen mit Blick auf dem Meer ein besonders mystischer Ort. Die kleine Kapelle nebenan, die im Jahr 1951 erbaut wurde, wird oft für intime Hochzeiten genutzt. Die langen Kiesel- und Sandstrände von Jæren sind sehr schön, doch häufig kommt es hier zu Wetterumschwüngen.  Orrestranda ist mit seinen 5km der längste Sandstrand Norwegens, auf dem man kilometerlang auf weißem Sand vorbei an Sanddünen spazieren gehen kann und in Gedanken versunken in diese Naturwelt eintauchen kann.

Preikestolen (Die Kanzel)

604m hoch über dem Lysefjord befindet sich dieses weltbekannte Plateau das jährlich von 250.000 Wanderern besucht wird. Die Aussicht von der Plattform ist einzigartig. Ab Stavanger können Sie mit dem Boot am Preikestolen vorbeifahren das bis nach Lysebotn fährt. Mit dem Bus kommt man über die Gebirgsstraße mit ihren 27 Kurven hinauf in die Bergwelt des Sirdalen und zurück nach Stavanger. Zu Fuß gibt es nur einen Wanderweg, um zu diesem atemberaubenden Aussichtspunkt zu kommen. Von der Berghütte Preikestolhytta erreicht man ihn in einer 2 stündigen Wanderung, vorbei am moorigen Hochplateau von Krogabekkmyra und an der Seengruppe Tjødnane. Der Granitfels prägt die ganze Landschaft. Man vermutet, dass der Preikestolen in der Antike auch für heidnische religiöse Zeremonien verwendet wurde. Eine Szene des Actionfilms „Mission Impossible-Fallout“ mit Tom Cruise wurde hier gedreht.

Entdecke Nordeuropa mit den Kreuzfahrten von Costa

Die unberührten Meisterwerke der Natur Norwegens werden sie dazu verleiten ihren Alltagsstress zu vergessen und ermöglichen ihnen in eine neue Welt einzutauchen. Lassen sie sich von den faszinierenden Wasserfällen inspirieren, tanken sie neue Luft auf in den Nationalparks, spüren sie die Kraft der Gletscher und erleben sie das Phänomen der Mitternachtssonne den Himmel in ein tiefes goldgelb färbt. Unendliche Wandermöglichkeiten und faszinierende Aussichten auf den Gipfeln der Berge warten auf sie. Die Strände der zweitlängsten Küste der Welt laden zum Spazieren ein und bieten einen weiten Blick auf das Nordmeer