Man feiert dieses Fest, das zu den beliebtesten traditionellen Feiertagen der westlichen Welt gehört, zwölf Tage nach Weihnachten: Der 6. Januar ist den Heiligen Drei Königen gewidmet, die Jesu Christi kostbare Geschenke brachten. Lernen Sie einige traditionelle Bräuche kennen.

"Die Rosca de Reyes ist ein Hefeteigkranz, der auf jeden Fall aufgegessen werden muss, um nicht den Zorn der Bruja Maléfica zu entfesseln, einer bösen Hexe, die Verwünschungen gegen die Gäste ausstösst."

Italien: Die Befana und ihr Besen

Am 6. Januar vermischen sich in Italien christliche Bräuche mit heidnischen Elementen. Im Mittelpunkt steht die Befana, eine Art alte Hexe (ihr Name geht auf das Wort Epiphanie zurück), die in der Nacht auf ihrem Besen von Haus zu Haus fliegt, um die Strümpfe, die die Kinder am Fenster aufgehängt haben, mit Süssigkeiten zu füllen (die bösen Kinder hingegen bekommen ein Stück Kohle).

Spanien: Könige und Kamele

Das Dreikönigsfest ist in Spanien von besonderer Bedeutung, denn die Heiligen Drei Könige bringen den Kindern Geschenke. Am Abend des 5. Januar stellen die Kinder Speisen und Wasser vor die Tür, mit denen die Kamele der Weisen aus dem Morgenland ihren Hunger und Durst stillen können. Traditionell beschenken Kaspar, Balthasar und Melchior alle braven Kinder.

Frankreich: Süsse Glücksbringer

Da das Dreikönigsfest in Frankreich kein Feiertag ist, wird es am Sonntag vor oder nach dem 6. Januar gefeiert. Man backt einen Kuchen, in dem die fève (eine kleine Porzellanfigur) versteckt ist. Wer sie findet, ist der König oder die Königin des Tages. In Südfrankreich backt man einen grossen Kranz aus Briocheteig, der mit kandierten Früchten dekoriert wird, während im Norden die Galllette des Rois verbreitet ist, ein Blätterteigkuchen, der mit Mandelcreme gefüllt wird.

Schweiz: König für einen Tag

Ebenso wie in Frankreich wird in der Schweiz und in Deutschland der Dreikönigstag mit einem Kuchen gefeiert, in welchen ein Glücksbringer eingebacken ist: der Dreikönigskuchen aus Hefeteig in Form einer Blüte. In ihm versteckt ist eine getrocknete Bohne oder eine kleine Figur, etwa ein König oder ein Soldat. Wer sie findet, ist König, und die anderen müssen ihm zu Dienste sein.

Mexiko: die böse Hexe

Auch in Mexiko wird ein Kuchen gebacken: Die Rosca de Reyes ist ein Hefeteigkranz, der auf jeden Fall aufgegessen werden muss, um nicht den Zorn der Bruja Maléfica zu entfesseln, einer bösen Hexe, die Verwünschungen gegen die Gäste ausstösst.

Island und Grossbritannien: Abschied von Weihnachten

In Island wird der Dreikönigstag als „der Dreizehnte“ bezeichnet, wegen der Anzahl von Tagen, die zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar liegen. Man beginnt das Fest mit einem Fackelzug, an dem auch der König und die Königin der Elfen teilnehmen, und beendet es mit einem grossen Feuer, das den offiziellen Abschied von Weihnachten symbolisiert. In Grossbritannien nennt man den Dreikönigstag hingegen „die zwölfte Nacht“ und es heisst, die Geister werden wach, verstecken sich in den Stechpalmen und treiben ihren Schabernack.

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